Lohengrin

Inhaltsbeschreibung

Elsa von Brabant, die Tochter des verstorbenen Herzogs von Brabant, wird angeklagt, ihren jüngeren Bruder Gottfried im Weiher ertränkt zu haben. Graf von Telramund ist der Ankläger. Ihm wurde von seiner Frau Ortrud die Tat bezeugt.

König Heinrich I., der gerade kommt, um seine Untertanen zum Widerstand gegen die Ungarn zusammenzurufen, soll der Richter sein. Elsa verteidigt sich, indem sie erzählt, wie auf ihr verzweifeltes Flehen nach dem Verschwinden ihres Bruders plötzlich ein überirdisch schöner Ritter erschienen sei, der ihre Unschuld erweisen wird.

Da ihr nur mit Unverständnis begegnet wird, und somit Aussage gegen Aussage steht, soll ein Gottesurteil entscheiden. Telramund soll gegen den unbekannten Ritter kämpfen auf Leben und Tod und so soll sich zeigen, welche Seite im Recht ist.

Der Heerrufer des Königs lässt zweimal den Ruf nach dem Ritter ergehen, aber nichts passiert. In ihrer Not beginnt Elsa selbst ihren Ritter herbeizuflehen … und wirklich … in der Ferne zeigt sich, von einem Schwan gezogen, ein Nachen, in dem ein Ritter steht. Der gesamte Hofstaat ist überwältigt und entzückt von seiner prachtvollen Erscheinung und der Ritter – Lohengrin – erzählt, dass er gesandt sei, einer Jungfrau in ihrer Not beizustehen.

Es kommt zum angesetzten Kampf und Lohengrin besiegt Telramund, schenkt ihm aber das Leben. Dann verkündet er, dass Elsa frei von aller Schuld sei und bietet ihr an, seine Frau zu werden. Elsa ist überglücklich, aber Lohengrin verlangt von ihr vor der Eheschließung noch ein Versprechen: Niemals darf sie ihn fragen „woher er komme und wer er sei“ – wie sein Name und seine Art. Sie verspricht es natürlich im Taumel ihrer Gefühle und so wird die Hochzeit für den nächsten Tag beschlossen.

Telramund wird mit Acht und Bann belegt und muss das Land verlassen. Mit Ortrud, seiner Frau, schmiedet er, tief gekränkt, Pläne, wie er die empfangene Schmach wieder rückgängig machen könne. Beide beschließen, er solle sich dem Hochzeitszug in den Weg stellen und Lohengrin des bösen Zaubers anklagen. Ortrud soll in Elsa Zweifel wecken, sodass diese die verbotene Frage an Lohengrin stelle.

Die Aktion von Telramund misslingt, jedoch Ortrud scheint mehr Erfolg zu haben, der Zweifel ist in Elsa gesät. Schon kurz nach der Hochzeit im Brautgemach beginnen sich die Zweifel zu regen und zunehmend Macht zu erlangen, bis Elsa schließlich nicht mehr widerstehen kann und die Frage stellt.

Der schöne Traum ist damit schlagartig vorbei und Lohengrin muss Elsa wieder verlassen. Der Schwan erscheint wieder am Strand, um ihn abzuholen und alle Anwesenden sehen mit Erstaunen, wie sich der Schwan in den totgeglaubten Thronerben Gottfried verwandelt.